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Zimmerin und Zimmerer

Letzte Aktualisierung: 20.03.2025

Tätigkeit / Aufgaben

Das Arbeitsgebiet der Zimmerinnen und Zimmerer ist vielseitig, weist aber immer ein gemeinsames Merkmal auf: das Zusammenfügen von Hölzern zu einer festen und dauerhaften Verbindung. Im Außenbereich fertigen sie z.B. Dachstühle, tragende Balkenkonstruktionen und Balkone an. Im Innenbereich stellen sie Holztreppen und Holzdecken her. Auch Block- und Holzhäuser und Schalungen für Betonwerke, Lehrgerüste im Hoch- und Brückenbau gehören zu ihrem Aufgabenbereich. Viele Arbeiten geschehen unter freiem Himmel, aber nicht alle unmittelbar auf der Baustelle. Auf dem Zimmererplatz oder in der Werkhalle werden die Hölzer nach Plan abgemessen, zugeschnitten, zum Aufstellen vorbereitet und dann am Bau zusammengefügt. Kleine Bearbeitungsmaschinen und der Kran erleichtern diese Arbeiten.

Trotz des Einsatzes von Maschinen braucht es in diesem Beruf geschickte, kräftige und schwindelfreie Leute.

Berufsanforderungen

Praktische Veranlagung, Freude am Bauen und am Werkstoff Holz, Freude an Arbeit im Freien, gutes räumliches Vorstellungsvermögen (Geometrie), Gewandtheit und Schwindelfreiheit

Ausbildung

Lehre

Lehrberuf Zimmerin und Zimmerer:

  • Zugangsvoraussetzungen:
    Alter: 15 - 24 Jahre und 364 Tage
    Abschlussdiplom der Mittelschule
  • Dauer: 4 Jahre
  • Lehrvertrag und praktische Ausbildung im Zimmererbetrieb und
  • Besuch der Berufsschule (Blockunterricht) in Bruneck
  • Abschluss der Ausbildung durch Lehrabschlussprüfung

Lehrberuf Fachfrau und Fachmann für Werkstoffproduktion-Holztechnik:

  • Zugangsvoraussetzungen:
    Alter: 15 - 24 Jahre und 364 Tage
    Abschlussdiplom der Mittelschule
  • Dauer: 3 Jahre
  • Lehrvertrag und praktische Ausbildung im Zimmererbetrieb und
  • Besuch der Berufsschule (Blockunterricht) in Kuchl/ Salzburg
  • Abschluss der Ausbildung durch Lehrabschlussprüfung

Schule

  • Besuch der Berufsgrundstufe für Holz und Bau (1.Klasse) und
  • Besuch der Berufsfachschule für Bautechnik (2. und 3. Klasse mit Abschluss);
  • anschließend hat man die Möglichkeit ein Spezialisierungsjahr (4. Klasse) und
  • ein 5. Jahr zur Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung (Matura) zu besuchen

Berufsausübung, Arbeitsmöglichkeiten

Privatwirtschaft

Zimmereibetriebe, Holzproduktionsbetriebe für Hallen- und Fertighäuserbau, Tiefbaufirmen

Selbstständige Tätigkeit

Eröffnung eines eigenen Betriebes
Voraussetzung dafür ist die Eintragung bei der Handelskammer, die über die beruflichen Voraussetzungen informiert.

Weiterbildung, Aufstieg

Weiterbildung

  • Meisterausbildung
  • Wer nach einer 4-jährigen Lehre die Matura über die Berufsbildung erreichen möchte, muss nach der Berufsausbildung einen maturaführenden Lehrgang an einer berufsbildenden Schule besuchen.

Aufstieg

Aufstieg zur Vorarbeiterin und zum Vorarbeiter, Bautechnikerin und Bautechniker,
zur mittleren Führungskraft im Baugewerbe.

Verwandte Berufe

Kontaktadressen / Weitere Informationen

Berufsgemeinschaft der Holzbaumeister und Zimmerer im:
Landesverband der Handwerker

Für Auskünfte zur Lehre:
Amt für Lehrlings- und Meisterausbildung

Interessensvertretung der Bauindustrie
Baukollegium

Weitere Berufsbeschreibungen findet man unter:

Atlante del lavoro
Schweizer Verband für Berufsberatung
Arbeitsmarktservice Berufslexikon
Bundesagentur für Arbeit